In der Goldstadt Pforzheim hat zum Jahresende zusammengefunden, was zusammengehört: Bei Tabakwaren Maisenbacher in der Karl-Friedrich-Straße haben wir einen Automaten aufgestellt, der den Kauf von Bitcoin ermöglicht. Doch es handelt sich um weitaus mehr als nur einen weiteren Standort in unserem Netzwerk. Während Pforzheim bereits seit Jahrhunderten das Zentrum der Gold- und Schmuckindustrie ist, kann man nun auch Bitcoin vor Ort gegen Bargeld erwerben. Aber warum sollte man das? In diesem Artikel legen wir dar, warum sich Gold und Bitcoin ergänzen und Letzteres gerade für Freunde des gelben Edelmetalls eine spannende Alternative sein könnte.

In Bitcoin-Kreisen spricht man manchmal auch von “digitalem Gold”, wenn es um die besonderen Eigenschaften der Kryptowährung geht. Wie kommt das? Sowohl Bitcoin als auch Gold sind in ihrem Angebot begrenzt. Das unterscheidet sie grundlegend von staatlichen Zahlungsmitteln wie dem Euro oder US-Dollar, deren Geldmenge theoretisch beliebig ausgeweitet werden kann. Allein im Euroraum wurde die Geldmenge M3 im Zeitraum zwischen Januar 1999 und Januar 2014 nahezu verdoppelt. Bitcoin muss dagegen “geschürft” werden, ein Rechenprozess, den man im englischen Sprachraum auch als Mining bezeichnet. Wir stellen also fest, dass sowohl Gold als auch Bitcoin in einem ressourcenintensiven Prozess zutage gefördert werden, wenn auch auf ihre eigene Art und Weise. Gold kann in Böden, Flüssen und Gesteinen auf der ganzen Welt gefunden werden. Ähnlich verhält es sich mit Bitcoin und der Schaffung neuer Münzen. Unabhängig von ihrem Standort erhalten Bitcoin-Miner eine Belohnung in Form von Bitcoin ausbezahlt, wenn sie dem Netzwerk Rechenleistung zur Überprüfung und Abwicklung von Transaktionen zur Verfügung stellen. Genau wie bei Gold gibt es keine zentrale Institution (etwa eine Zentralbank), die die Menge steuert.

Gold entsteht im Laufe von Millionen von Jahren. Bisher wurden rund 193.472 Tonnen des Edelmetalls abgebaut. Wie viel noch unter der Erde lagert, ist unbekannt. Eines ist jedoch klar; die förderbare Menge ist endlich. Ebenso ist die Anzahl der Bitcoins, die jemals in Umlauf gelangen kann, begrenzt. Allerdings kennen wir die exakte Höchstmenge bereits. Der sagenumwobene Erfinder des Bitcoins, Satoshi Nakamoto, legte diese auf 21 Millionen Münzen fest. Hierbei sollten wir erwähnen, dass die Kantenlänge eines Würfels, der aus der bereits abgebauten Gesamtmenge Gold gegossen werden kann, ungefähr 21 Meter beträgt – ein kleines, aber spannendes Detail!

Während die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate der Goldmenge bei einer relativ geringen Standardabweichung 1,7% beträgt, liegt die Wachstumsrate der Bitcoinmenge derzeit bei 3,74% und befindet sich auf einem Abwärtstrend. Das Angebot folgt einem vorprogrammierten, transparenten und vorhersehbaren Zeitplan, der sich auch bei Schwankungen in der Nachfrage nicht ändert. Dies macht sowohl den Goldpreis als auch den Bitcoinpreis von der jeweiligen Nachfrage abhängig.

Während das dezentral und natürlich wachsende (d.h. nicht manipulierbare) Angebot Gold und Bitcoin zu guten Wertaufbewahrungsmitteln macht, gibt es einige bemerkenswerte Unterschiede bezüglich ihrer monetären Eigenschaften. Die folgende Tabelle soll einen kurzen Überblick liefern:

EigenschaftGoldBitcoin
Transaktionskostenhochgering
Transaktionsdauerlangkurz
Überprüfbarkeit der Echtheitjaja
Möglichkeit der Beschlagnahmejanein
Teilbarkeitbedingtja
Fungibilitätjaja
Möglichkeit von Mikro-Transaktionenneinja
Globale Akzeptanz (privat)jaja
Institutionelle Akzeptanzjagering
Anonymitätjaja

Manche Experten sprechen aufgrund der Möglichkeiten, die Bitcoin im Vergleich zu Gold zusätzlich bietet, auch von digitalem Gold mit Bezahloption. Einige vermuten sogar, dass die Nachfrage nach Gold durch den Erfolg des Bitcoins sinken könnte. Bisher gibt es jedoch keine quantifizierbaren Beweise dafür. Was jedoch jetzt schon beobachtet werden kann, ist eine zunehmende Preiskorrelation zwischen Bitcoin und Gold. Allein seit Mai 2019 ist diese noch einmal deutlich angestiegen. Wenn sich Gold und Bitcoin preislich immer mehr im Gleichschritt bewegen, könnte das darauf hinweisen, dass der Markt ihnen eine ähnliche Rolle zuweist.

Trotz dieser eher positiven Aussichten für Bitcoin sollten wir nicht vergessen, dass Gold in seiner Eigenschaft als Wertaufbewahrungsmittel immer noch überlegen ist: Es ist weitaus weniger volatil als alle Kryptowährungen und wird es vorerst auch bleiben. Alleine im Jahr 2017 schwankte der Preis eines Bitcoins etwa 15-mal so stark wie der Goldpreis. Außerdem ist der Goldmarkt wesentlich größer. Im Durchschnitt werden täglich ca. 2,5 Mrd. US-Dollar in Bitcoin gehandelt. Dies entspricht nur etwa 1% des gesamten Goldmarktes. Das tägliche Handelsvolumen liegt dort bei rund 250 Mrd. US-Dollar. Allerdings bedeutet das im Umkehrschluss, dass es noch ein gewaltiges Wachstumspotenzial für Bitcoin gibt. Wir empfehlen auf jeden Fall, sowohl Gold als auch Bitcoin im Auge zu behalten – am besten bei Tabakwaren Maisenbacher in Pforzheim!

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1 Kommentar

Rolf Faisst · 12. März 2020 um 9:48

Ich finde das Konzept mit den Bitcoin Automaten spitzenmäßig und freue mich über weitere Neuigkeiten. Ihr treibt die Akzeptanz voran. Es wäre zudem innovativ wenn ihr zu jedem Standort einen News Beitrag hättet. Denn so können sich Nutzer noch besser informieren.

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