Laut einer aktuellen Studie der beiden Yale-Ökonomen Aleh Tsyvinski und Yukun Liu ist es ratsam, einen gewissen Teil seines Portfolios in Form von Bitcoin anzulegen – und das ganz unabhängig davon, wie man zum Thema Kryptowährungen steht.

Die Forscher der amerikanischen Eliteuniversität begründen ihre Empfehlung damit, dass sich Kryptowährungen fundamental von anderen Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Devisen oder Edelmetallen unterscheiden. Die meisten Risikofaktoren, die mit den betreffenden traditionellen Märkten verbunden sind, berühren Kryptowährungen schlichtweg nicht, ebenso wenig gesamtwirtschaftliche Einflussfaktoren wie Immobilienpreise oder das Verbraucherverhalten. Die Wertentwicklung von staatlichen Zahlungsmitteln und Edelmetallen scheint Kryptowährungen auch nicht zu beeinflussen.

Die Studie mit dem Titel “Risiken und Renditen von Kryptowährungen” geht auch auf ein sehr positives Merkmal von Kryptowährungen im Vergleich zu traditionellen Aktien und Anleihen ein. Anhand der Sharpe-Ratio zeigen die Forscher, dass digitale Währungen trotz ihrer höheren Volatilität ein höheres Renditepotenzial aufweisen.

Ein optimales Portfolio soll den Ökonomen zufolge mindestens 6% Bitcoin enthalten. Selbst wenn man der digitalen Währung sehr kritisch gegenübersteht, empfiehlt sich ein Anteil von 4%. Allein aus Gründen der Diversifizierung sollte man stets 1% seines Portfolios in Bitcoin investiert haben.

Abschließend muss jedoch angemerkt werden, dass die Studie nur Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und Ripple (XRP) untersucht hat. Die Beobachtungen von Tsyvinski und Liu stehen in direktem Widerspruch zu einem anderen bekannten Ökonomen der Yale-Universität – dem Nobelpreisträger Robert Shiller. Dieser behauptete noch im Mai 2018, Bitcoin sei ein gescheitertes Experiment und “ein weiteres Beispiel für launisches menschliches Verhalten.”

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